Die Kommission fördert das Interesse von Jugendlichen an den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Sie trägt dazu bei, dem Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften in gewissen Berufssparten zu begegnen.mehr
Das MINT-Label stärkt neu auch die Berufsmaturität
Die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) zeichnet elf Gymnasien in der Schweiz und Liechtenstein und 2025 zum ersten Mal auch Berufsmaturitätsschulen mit dem MINT-Label (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) aus. Das Label macht das Engagement dieser Schulen in den wissenschaftlichen und technischen Fächern sichtbarer und stärkt damit die Attraktivität ihrer Lehrgänge.
Bild: SCNAT
Seit 2019 zeichnet die SCNAT Schulen, die sich besonders stark für MINT-Fächer einsetzen, mit dem MINT-Label aus. Das Ziel des Projekts der Kommission für Nachwuchsförderung der SCNAT ist es, eine dynamische und innovative Wissenschaftskultur in den Schulen zu fördern.
2025 kommen nun elf neue Schulen zum Netzwerk hinzu, darunter fünf aus der neuen Kategorie «Berufsmaturitätsschule». Sie ergänzen die Liste der 31 bereits ausgezeichneten Gymnasien. Die Jury des MINT-Labels besteht aus 13 Expertinnen und Experten aus der Sekundarstufe II, verschiedener Hochschulen und aus dem Bildungswesen. Anhand des Bewerbungsdossiers und Besuchen vor Ort beurteilen sie die Schulen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die schulischen Projekte gelegt, die Infrastruktur und darauf, wie förderlich die Bedingungen für ein hochwertiges wissenschaftliches Lernen sind. Die Schulen profilieren sich unter anderem durch einen fächerübergreifenden Unterricht, praxisnahe wissenschaftliche Ansätze, eine vielfältige Auswahl an Wahlfächern in den MINT-Bereichen wie Astronomie, Bienenzucht oder Mikroskopie oder durch ihre Nachwuchsförderung mit Anlässen wie einem Tag der offenen Tür für Schülerinnen und Schüler der Grundstufe.
Zur Feier dieser Auszeichnungen findet am 26. Mai 2025 in der Kantonsschule Im Lee in Winterthur ein Treffen aller Netzwerkschulen statt. Mittlerweile hat dieser Anlass eine grenzüberschreitende Dimension erlangt, denn ab 2025 gehört auch das Liechtensteinische Gymnasium in Vaduz zum Netzwerk dazu.
Mit der Aufnahme der Berufsmaturitätsschulen in das MINT-Label wurde einem Anliegen dieser Schulen entsprochen. Denn laut einem Bericht des Schweizerischen Observatoriums für die Berufsbildung erhalten ihre Lehrpläne noch immer zu wenig Beachtung. Die SCNAT freut sich deshalb, dass sie deren Qualität und ihre wichtige Rolle als Brücke zwischen Berufsbildung und Hochschulen aufwerten kann. Durch die Unterstützung der Berufsmaturitätsschulen trägt die SCNAT aktiv zu deren Ansehen bei und engagiert sich noch stärker für die Bekämpfung des Fachkräftemangels im MINT-Bereich.
Das Projekt wird durch das Programm MINT IV der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz unterstützt.
Ausgezeichnete Schulen 2025
Kategorie Gymnasien:
Institut Florimont, Petit-Lancy, GE
Academia Engiadina, Samedan, GR
Gymnasium Unterstrass, Zürich, ZH
Neue Kantonsschule Aarau, AG
Kantonsschule Reussbühl, Luzern, LU
Liechtensteinisches Gymnasium Vaduz, LI
Kategorie Berufsmaturitätsschulen:
gibb, Berufsfachschule Bern, BE
Inforama Rütti, Zollikofen, BE
Berufsbildungszentrum Wirtschaft, Informatik und Technik, Emmen, LU